Yoga im indischen Himalaya

Gastartikel von Sarah Appelt

Yoga Trekking im indischen Himalaya – Eine etwas andere Yoga Reise

Vielfältige Yoga Angebote in Indien

Wenn man eine Yogareise plant, kommt man kaum an den ganzen Reiseangeboten in Indien vorbei.

Als die Heimat des Yoga, bietet sich natürlich eine Reise auf dem indischen Subkontinent an. Sei es ein zweiwöchiger Yoga-Resort Aufenthalt an den weißen Sandstränden Goas oder Keralas mit täglichen ayurvedischen Massagen, Yoga Unterricht und köstlicher indischer Verpflegung, ein längerer Ashram Aufenthalt in der heiligen Stadt Rishikesh am Ganges, oder eine einmonatige intensive Yoga Lehrerausbildung in Daramshala im Himalaya.

Möglichkeiten gibt es viele, kaum jemand kommt jedoch auf die Idee eines Yoga Treks.

Foto: Sarah Appelt
Foto: Sarah Appelt

Yoga Trekking- Was ist das eigentlich?

Der indische Teil des Himalayas eignet sich hervorragend für mehrtägige oder sogar mehrwöchige Wandertouren, den sogenannten Trekking Touren.

Die Trekking Touren durch die unberührten Landschaften des Himalayas unterscheiden sich stark von ihrem Anforderungslevel. Die leichteren drei- bis siebentägigen Rund-Treks durch tiefe Wälder, grüne Wiesen, über reißende Flüsse und zu klaren Bergseen sind hervorragend für die Kombination mit Yoga! Dabei finden in den sich täglich wechselnden Camps jeweils morgens und abends Yoga Unterricht statt.

Der Yoga Unterricht wird von einem ausgebildeten Yogalehrer geleitet und beinhaltet die Praxis von Pranayama, Asanas und Entspannung. Abends am Lagerfeuer können Mantras gechantet und geübt werden.

Die von einem professionellen Guide begleiteten Trekking Touren sind so konzipiert, das täglich vier bis sechs Stunden gewandert wird, bis am Nachmittag die schönen Camps, mit grandiosen Aussichten in Täler und auf Gipfel, erreicht werden.

Die Verpflegung ist ausschließlich vegetarisch und wird frisch vom Koch zubereitet.

Zum Frühstück wird frisches Obst, Gemüse, Haferflocken, Brot und Müsli geboten. Am Abend gibt es ein indisches Menü bestehend aus einem Linsengericht, einem Gemüsecurry, Reis, Salat und indischem Fladenbrot.

Ein kleiner Erfahrungsbericht

Vor zwei Tagen sind wir von unserem dreitägigen Yogatrek wieder nach Manali, einem Bergdorf im Norden Indiens, zurückgekehrt.

Während des dreitägigen Hamta-Rundtreks wurden wir beständig von der Sonne begleitet und hatten so herrliche Aussichten auf das Kullutal, sowie auf die umliegenden Berge der Dauladar und Pir-Panjal Kette.

Pünktlich um 10 Uhr startete unsere Gruppe, bestehend aus unserem Bergführer Hem Raj, unserem Koch Fatu, der Yogalehrerin Sarah, drei Pferden und den beiden Yoga-Trekkern Yael und Roee.

Foto: Sarah Appelt
Foto: Sarah Appelt

Am ersten Tag ging es beständig bergan. Erst durch die kleinen tradtitonellen Bergdörfer Jagatsukh und Banara. Später durch dichten Nadelwald und über grüne Wiesen.

Unser erstes Camp war eine flache Weide umgeben von Schafen und Kühen auf 2600 Meter Höhe. Nachdem wir unsere Zelte aufgebaut hatten und uns bei einem Chai (indischer Milchtee mit Gewürzen) von den Anstrengungen der Wanderung erholt hatten, begannen wir mit unserer ersten Yogastunde.

Der Unterricht war eine stimmige Mischung aus Pranayama, Asanas und Entspannung und als wir nach der Endentspannung unsere Augen öffneten, strahlte uns der Mond entgegen.

Genüsslich ließen wir den Tag mit Matter Paneer (Erbsen mit indischem Käse), einem Dal (Linsengericht), Reis und Chapati (indisches Brot) ausklingen.

Tag Nummer 2 startete zeitig um 7 Uhr mit einer weiteren Yoga Einheit. Voller gesammelter Energie und nach einem guten Frühstück im Freien, machten wir uns auf den Weg. Diesmal ging es nicht mehr so steil bergauf, sondern leichte An- und Abstiege wechselten sich ab. Wir durchquerten barfuß einen eiskalten Gletscherbach und Picknickten zur Mittagszeit auf einer grünen Lichtung.

Wenig später überschreiteten wir die Baumgrenze. Unser zweites Camp lag auf 2900 Meter Höhe und bot eine faszinierende Sicht auf schneebedeckte Gipfel.

Unser Koch verwöhnte uns mit indischen selbstgemachten Snacks, den sogenannten Pakoras, und wir stiegen etwas hinab um Holz für unser Lagerfeuer später zu sammeln.

Die nächste Yogastunde, bestehend aus viel Dehnung und Entstpannung, war die perfekte Ergänzung zu unserer heutigen Wanderung.

Nach einem weiteren hervorragenden Abendbrot sammelten wir uns am Feuer und übten uns am Gayatri und Shanti Mantra.

Wir schliefen alle in dieser Nacht besonders gut und erweckten unsere Müden Glieder mit Yoga am nächsten Tag. Früh am Morgen ist die Sicht besonders klar und die Energie der Berge spürbar.

Nachdem wir unser Camp abgebaut hatten, machten wir uns auf den vierstündigen Abstieg und verließen die ruhigen Berge nach drei Tagen Innerer Einkehr, tiefer Entspannung und voller Zufriedenheit!

 

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